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Empfehlungen

Bildschirm, Tastatur, Maus

Bei einem Kabel willst du eine Antwort. Hier willst du vergleichen. Deshalb steht auf dieser Seite zu jeder Rubrik mehr als ein Gerät, mit dem Grund dafür und der Angabe, zu welchem unserer Systeme es passt.

Kabel, Steckdosenleiste und Pflege stehen beim kleinen Zubehör.

Bildschirm

Die Anschaffung, die am längsten bleibt. Rechner werden alle vier bis fünf Jahre getauscht, ein guter Bildschirm hält zehn.

Worauf wir achten

  • Auflösung zur Grafikkarte wählen, nicht umgekehrt. Ein 4K-Bildschirm an einer Einstiegskarte zwingt dich dauerhaft zum Herunterskalieren.
  • Panel vor Zahl: IPS für Farben und Blickwinkel, VA für Kontrast, TN nur noch für den reinen Wettkampf.
  • Bildwiederholrate erst ab 120 Hz spürbar, der Sprung von 144 auf 240 ist deutlich kleiner als der von 60 auf 144.
  • Höhenverstellung oder VESA-Aufnahme. Die falsche Höhe merkst du im Nacken, nicht im Bild.

Würden wir nicht kaufen: Stark gebogene Bildschirme unter 32 Zoll. Die Krümmung bringt dort wenig und macht gerade Linien beim Arbeiten unruhig.

ASUS ROG Swift OLED, 27 Zoll in 1440p

Der Bildschirm, an dem wir selbst sitzen. OLED heißt: Schwarz ist wirklich aus, nicht dunkelgrau. Den Unterschied sieht man in der ersten Minute und will danach nicht mehr zurück.

27 Zoll bei 2560 mal 1440 ist der Punkt, an dem Bildpunkte verschwinden, ohne dass die Grafikkarte ins Schwitzen kommt. Dieselbe Größe in 4K sieht kaum besser aus, kostet aber rund die doppelte Rechenleistung. Deshalb steht diese Kombination hier und nicht die größte Zahl im Regal.

Was OLED wirklich bringt, ist nicht der Kontrast auf dem Datenblatt, sondern die Schaltzeit. Ein Bildpunkt wechselt die Farbe in Sekundenbruchteilen statt in Millisekunden, und dadurch bleibt ein bewegtes Bild scharf, statt zu verschmieren. Wer von einem gewöhnlichen Bildschirm kommt, hält das zuerst für eine höhere Bildrate. Es ist keine.

Zwei Dinge gehören ehrlich dazu. OLED kann bei stundenlang unveränderten Bildinhalten einbrennen. Die Geräte räumen regelmäßig selbst auf, und die Hersteller geben inzwischen Garantie darauf, aber wer acht Stunden am Tag dieselbe Tabelle anzeigt, ist mit IPS besser bedient. Und die volle Helligkeit erreicht OLED nur auf Teilflächen, nicht auf dem ganzen Bild. In einem sonnendurchfluteten Raum ohne Vorhang merkt man das.

Passt zu
  • YKON Core: Der Core liefert in 1440p die Bildraten, für die sich ein schneller Bildschirm überhaupt lohnt. Das ist die Kombination, die wir am häufigsten empfehlen.
  • YKON Pro: Mit 16 GB Grafikspeicher bleibt Luft für hohe Bildraten, auch wenn die Spiele in zwei Jahren mehr verlangen.

LG UltraGear OLED

Die zweite Marke, bei der wir ohne Bauchschmerzen zugreifen würden. LG stellt die Bildschirmflächen selbst her, und das merkt man.

Technisch nimmt sich das wenig zum ROG. Der Unterschied liegt in Ausstattung und Bedienung: Menüführung, Anschlussauswahl, Standfuß. Das entscheidet man am besten vor dem Gerät, nicht am Datenblatt.

Wer beide nebeneinander sieht und keinen Unterschied bemerkt, hat recht. Dann nimmt man den günstigeren.

AOC, wenn es günstig sein soll

Ohne OLED, dafür zum Bruchteil des Preises. Für viele der vernünftigere Kauf, besonders als zweiter Bildschirm daneben.

Hier gilt die Reihenfolge von oben besonders: erst die Auflösung zur Grafikkarte, dann die Bildrate, dann alles andere. Ein 1440p-Bildschirm mit 144 Hz und IPS-Fläche von AOC kostet einen Bruchteil eines OLED und macht neunzig Prozent von dessen Eindruck.

Ehrlich: Das fehlende Zehntel ist genau das, was man nach einer Woche OLED nicht mehr missen will. Wer beides noch nie nebeneinander gesehen hat, vermisst nichts. Das ist kein Scherz, sondern ein ernstgemeinter Rat zum Sparen.

Tastatur

Das Teil, das du am häufigsten anfasst und am seltensten ersetzt.

Worauf wir achten

  • Austauschbare Schalter und abnehmbares Kabel. Beides entscheidet, ob die Tastatur drei oder zehn Jahre hält.
  • Schaltertyp nach Gefühl wählen, nicht nach Empfehlung. Linear für Spiele, taktil fürs Schreiben, laut ist eine eigene Entscheidung.
  • Deutsches Layout mit sauber bedruckten Tasten. Aufgedruckte Beschriftung wischt sich ab, eingelasert nicht.
  • Größe ehrlich abschätzen: Ohne Ziffernblock gewinnst du Platz für die Maus, verlierst aber beim Zahleneingeben.
  • Onboard-Profile: Die Tastatur soll ihre Einstellungen selbst speichern. Dann läuft keine App im Hintergrund mit, und an einem fremden Rechner verhält sie sich genauso.

Wooting 80HE

Die Tastatur, die wir selbst benutzen. Analoge Hall-Effekt-Schalter, bei denen du den Auslösepunkt auf ein Zehntel Millimeter einstellst.

Bei einer normalen Tastatur ist der Punkt, an dem eine Taste auslöst, vom Hersteller festgelegt. Bei der 80HE stellst du ihn selbst ein, zwischen sehr flach für schnelle Spiele und tiefer für das Schreiben, in Schritten von 0,1 mm. Dazu Rapid Trigger: Die Taste ist wieder bereit, sobald du sie ein Stück loslässt, nicht erst wenn sie ganz oben ist.

Der Grund, warum sie hier steht und nicht nur in einer Bestenliste: Bis zu vier Profile bleiben auf der Tastatur gespeichert und laden sofort, auch ohne dass die Software offen ist. Du richtest sie einmal ein und schließt das Programm. Genau so soll es sein.

Ehrlich dazu: Rund 220 Euro sind viel für eine Tastatur, und ohne Ziffernblock ist sie nicht für jeden. Wer viel mit Zahlen arbeitet, ist mit einer großen Bauform besser bedient.

Passt zu
  • YKON Core: Der Core ist auf hohe Bildraten ausgelegt. Eine Tastatur mit einstellbarem Auslösepunkt ist dort der Teil der Kette, den die meisten vergessen.

Maus

Die einzige Hardware, bei der die Form deiner Hand wichtiger ist als jedes Datenblatt.

Worauf wir achten

  • Gewicht und Form vor Abtastrate. Jeder aktuelle Sensor ist besser, als ein Mensch auflösen kann.
  • Kabel oder Funk mit eigenem Empfänger. Bluetooth hat spürbare Verzögerung.
  • Griffart bestimmt die Bauform: Handflächengriff braucht eine hohe Maus, Fingergriff eine flache.
  • Austauschbare Gleitfüße und ein gutes Kabel sind wichtiger als eine zusätzliche Taste.
  • Speichert die Maus ihre Profile selbst? Viele gute Mäuse hängen an einer Hersteller-App, die dauerhaft mitläuft, Arbeitsspeicher belegt und oft genug nicht tut, was sie soll. Das ist ein echter Nachteil, auch wenn die Hardware stimmt.

Corsair Dark Core RGB Pro SE

Die Maus, die wir selbst benutzen. Hohe Bauform für den Handflächengriff, austauschbare Seitenteile, läuft mit Kabel, mit eigenem Funkempfänger und über Bluetooth.

Die Hardware stimmt. Die Form passt zu großen Händen und zum Handflächengriff, die Seitenteile lassen sich tauschen, und der Akku hält lange genug, dass man ihn vergisst. Sie lädt drahtlos, wenn man ein passendes Ladepad hat, und das ist bequemer, als es klingt.

Und jetzt der Haken, den wir nicht verschweigen: Die Software gefällt uns nicht. Sie läuft dauerhaft im Hintergrund, belegt Arbeitsspeicher und ist umständlicher, als sie sein müsste. Das widerspricht unserem eigenen Maßstab, dass Einstellungen ins Gerät gehören und nicht in ein Programm.

Warum sie trotzdem hier steht: weil wir sie tatsächlich benutzen, seit Jahren, und weil die Maus selbst gut ist. Wer mit einem Programm im Hintergrund leben kann, bekommt hier viel Maus. Wer nicht, nimmt die nächste.

Logitech G Pro X Superlight 2

Die Antwort auf genau den Haken oben. Die Einstellungen liegen in der Maus, nicht in einem Hintergrundprogramm. Einmal einrichten, Programm schließen, fertig.

Unter 60 Gramm, symmetrische flache Form, eigener Funkempfänger. Das Gewicht ist der Punkt, an dem die meisten zweifeln und nach einer Woche nicht mehr zurückwollen: Die Hand führt die Maus, statt sie zu schieben.

Entscheidend für uns ist der Onboard-Speicher. Abtastrate und Tastenbelegung bleiben in der Maus. An einem fremden Rechner verhält sie sich genauso wie an deinem, ohne dass irgendetwas installiert wird. Genau das erwarten wir von guter Hardware.

Ehrlich dazu: Sie ist flach und symmetrisch. Wer mit der ganzen Handfläche aufliegt, greift ins Leere und sollte bei einer hohen Bauform bleiben. Und sie hat wenige Tasten. Wer Daumentasten braucht, ist hier falsch.

Passt zu
  • YKON Core: Hohe Bildraten bringen nur etwas, wenn die Eingabe mitkommt. Kabellos ohne spürbare Verzögerung ist hier der Normalfall, nicht die Ausnahme.

Und wenn keine von beiden passt

Bei der Maus entscheidet die Hand, nicht das Datenblatt. Deshalb hier keine dritte Empfehlung, sondern die Regel dahinter.

Miss deine Hand von der Handgelenksfalte bis zur Spitze des Mittelfingers. Unter 17 cm ist eine kleine Maus richtig, über 19 cm eine große. Dazwischen entscheidet der Griff: Wer die Handfläche auflegt, braucht Höhe im Rücken. Wer nur mit den Fingerkuppen steuert, braucht eine flache und leichte.

Jede Maus, die diese Form trifft, einen eigenen Funkempfänger mitbringt und ihre Profile selbst speichert, ist eine gute Wahl. Der Rest ist Geschmack. Sag uns, welche Hand und welcher Griff, und wir nennen dir zwei Modelle, statt dich durch eine Bestenliste zu schicken.

Headset und Mikrofon

Gehört wirst du öfter, als du selbst hörst. Das Mikrofon ist die häufiger unterschätzte Hälfte.

Worauf wir achten

  • Getrennte Kopfhörer und ein eigenes Mikrofon schlagen bei gleichem Preis fast jedes Kombigerät.
  • Anpressdruck und Gewicht entscheiden, ob du es nach zwei Stunden noch trägst.
  • Austauschbare Ohrpolster. Sie sind das erste Teil, das verschleißt, und kosten wenig.
  • Klang vor Bass. Schritte und Richtungen hörst du mit ausgewogenem Klang besser als mit viel Tiefton.

beyerdynamic MMX 300 PRO

Das Headset, das wir selbst benutzen, in der heutigen Fassung. Geschlossen, 48 Ohm, gebaut in Heilbronn. Wenn eine Empfehlung auf dieser Seite aus Erfahrung kommt, dann diese.

beyerdynamic baut seit Jahrzehnten Studiokopfhörer, und das MMX ist genau das, mit einem Mikrofon daran. Der Klang ist ausgewogen statt basslastig, und das ist beim Spielen kein Nachteil, sondern der Punkt: Schritte und Richtungen hört man in einem klaren Mittenbereich, nicht im Dröhnen.

Geschlossen heißt, dass es nach außen abschirmt. Niemand im Raum hört mit, und du hörst den Raum nicht. Für die meisten Wohnsituationen ist das die richtige Bauform.

Der eigentliche Grund, warum es hier steht und nicht ein günstigeres: Ohrpolster, Kabel und Bügelpolster sind einzeln nachkaufbar. Ein Headset, an dem man die Verschleißteile tauscht, hält zehn Jahre statt zwei. Genau das meinen wir mit Langlebigkeit, und es ist der Grund, warum der hohe Preis umgerechnet auf die Jahre keiner ist.

Passt zu
  • YKON Core: Kommt ohne Zusatzhardware aus. Die 48 Ohm treibt jeder vernünftige Onboard-Anschluss, ein Verstärker ist nicht nötig.

beyerdynamic MMX 330 PRO

Dieselbe Technik, aber offen statt geschlossen. Deutlich räumlicher, und dadurch besser darin, Richtungen zu orten.

Offen heißt, dass die Ohrmuschel nach außen durchlässig ist. Das Klangbild wird dadurch weiter und natürlicher, und genau das hilft beim Orten: Ein Schritt kommt nicht einfach von links, sondern von links hinten.

Der Nachteil ist derselbe Bauart geschuldet und lässt sich nicht wegdiskutieren: Alle im Raum hören mit, und du hörst jedes Geräusch von draußen. Im eigenen Zimmer mit geschlossener Tür ist das die bessere Wahl. Im Wohnzimmer neben jemandem, der fernsieht, die schlechtere.

beyerdynamic DT 770 PRO X und DT 990 PRO, ohne Mikrofon

Dieselbe Familie, nur ohne angebautes Mikrofon. Zusammen mit einem eigenen Mikrofon für denselben Preis oft das bessere Gespann.

Das steht oben schon als Kaufkriterium, und hier ist der konkrete Fall dazu: Getrennte Kopfhörer und ein eigenes Mikrofon schlagen bei gleichem Preis fast jedes Kombigerät. Das DT 770 PRO X ist geschlossen, das DT 990 PRO offen, beide sind seit Jahren Standardgerät in Tonstudios.

Warum das trotzdem nicht die erste Empfehlung ist: Ein Headset steckt man ein und redet. Zwei Geräte bedeuten einen zweiten Anschluss, einen Arm oder Ständer und die Frage, wohin damit auf dem Schreibtisch. Wer ohnehin streamt oder Ton aufnimmt, geht diesen Weg. Wer abends spielen will, nimmt das MMX.

Dass diese Modelle keine Nachfolger im Jahresrhythmus bekommen, ist ein Qualitätszeichen und kein Zeichen von Stillstand. Das DT 770 gibt es in seiner Grundform seit den achtziger Jahren.

Stuhl und Tisch

Die unbeliebteste Empfehlung und die mit dem größten Einfluss darauf, wie lange du gesund vor dem Rechner sitzt.

Worauf wir achten

  • Sitzhöhe so, dass Ober- und Unterschenkel etwa einen rechten Winkel bilden und die Füße flach stehen.
  • Verstellbare Lehne und Armlehnen. Ein Stuhl ohne Verstellung passt nur zufällig.
  • Tischtiefe mindestens 80 cm, sonst steht der Bildschirm zu nah.
  • Ein sogenannter Gaming-Stuhl ist eine Bauform, kein Qualitätsmerkmal. Ein guter Bürostuhl ist meist die bessere Wahl.
  • Hier ist gebraucht ausnahmsweise die klügere Wahl. In unsere Rechner bauen wir grundsätzlich keine Gebrauchtteile, weil ein defektes Bauteil den ganzen Rechner lahmlegt und niemand weiß, wie es vorher behandelt wurde. Bei einem Stuhl liegt der Fall anders: Man sieht ihm seinen Zustand an, jedes Teil ist einzeln ersetzbar, und ein aufgearbeiteter Markenstuhl hält länger als ein neuer aus dem Versandhandel.

Herman Miller Aeron

Der einzige Stuhl auf dieser Seite, den man nach zwölf Jahren noch reparieren statt ersetzen kann. Genau deshalb steht er hier.

Herman Miller gibt zwölf Jahre Garantie auf Teile und Arbeit, und zwar auch im Dreischichtbetrieb. Das ist keine Werbezeile, sondern eine Aussage darüber, wie der Stuhl gebaut ist: Jede Rolle, jede Armlehne, jede Gasfeder und sogar die Netzbespannung sind einzeln erhältlich und tauschbar. Rechne den Preis nicht auf ein Jahr, sondern auf zwölf, dann liegt er unter vielen Stühlen, die du in dieser Zeit dreimal kaufst.

Wichtig ist die Größe, und das ist der Fehler, den fast alle machen: Es gibt A, B und C, und sie sind nicht austauschbar. B passt achtzig bis neunzig Prozent aller Menschen, A ist für kleine Statur bis etwa 155 cm, C ab etwa 190 cm oder 95 kg. Ein Aeron in der falschen Größe ist ein schlechter Stuhl.

Ehrlich dazu: Die Netzbespannung mag nicht jeder, es gibt kein Polster, und im kalten Zimmer sitzt es sich kühler als auf Schaumstoff. Setz dich vorher drauf, wenn du kannst. Und ja, er kostet so viel wie ein kompletter YKON Entry.

Passt zu
  • YKON Pro: Wer zweitausend Euro für Leistung ausgibt und auf einem Vierzig-Euro-Stuhl sitzt, hat in der falschen Reihenfolge gespart. Der Rechner hält fünf Jahre, der Stuhl zwölf.
  • YKON Core: Auch hier sinnvoll, wenn du täglich mehrere Stunden sitzt. Bei gelegentlichem Spielen am Abend ist das Geld anderswo besser angelegt.

Warum hier nichts zu kaufen ist

Wir halten kein Zubehör auf Lager. Alles, was wir liefern, bauen wir selbst zusammen und dafür haften wir. Für den Rest sagen wir dir lieber ehrlich, was taugt, als dir etwas weiterzureichen, das wir nie in der Hand hatten.

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