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Kaufberatung

Wie viel PC brauchst du wirklich? Dein Monitor entscheidet

2 Min. Lesezeit

Die meisten Menschen kaufen die Grafikkarte zu groß und den Monitor zu klein gedacht. Warum die Reihenfolge andersherum sinnvoller ist, und wo du guten Gewissens sparen kannst.

Wenn uns jemand schreibt, steht fast immer eine Zahl im Raum: ein Budget. Was viel seltener dabeisteht, ist die Angabe, auf welchem Bildschirm das Ganze später laufen soll. Dabei ist genau das die Frage, die über den sinnvollen Preis entscheidet.

Warum der Monitor die Obergrenze setzt

Ein Rechner kann nur so viel Bild liefern, wie dein Monitor darstellen kann. Ein Bildschirm mit 60 Hz zeigt 60 Bilder pro Sekunde, alles darüber wird schlicht verworfen. Wer an einem solchen Monitor eine Grafikkarte für 700 Euro betreibt, bezahlt Leistung, die im Kabel stecken bleibt.

Dasselbe gilt für die Auflösung. In Full HD muss die Grafikkarte gut zwei Millionen Bildpunkte berechnen, in WQHD schon fast vier Millionen. Der Sprung kostet spürbar Leistung, und er lohnt sich nur, wenn dein Monitor die Punkte überhaupt hat.

Erst der Bildschirm, dann der Rechner. Andersherum wird es teuer, ohne besser zu werden.

Drei typische Fälle

  • Full HD mit 60 Hz. Hier reicht ein Einstiegssystem völlig. Mehr Leistung siehst du nicht, du zahlst sie nur.
  • Full HD mit 144 Hz. Jetzt lohnt sich mehr Rechenleistung, denn hohe Bildraten kommen tatsächlich am Auge an. Besonders in schnellen Spielen.
  • WQHD mit 144 Hz. Das ist der Punkt, an dem ein stärkeres System wirklich Sinn ergibt, und an dem wir meist zur mittleren Stufe raten statt zur größten.

Was oft übersehen wird

Der Prozessor wird häufig überschätzt und der Arbeitsspeicher unterschätzt. Für die meisten Spiele sind 16 GB heute der vernünftige Standard; beim Prozessor bringt die nächstteurere Stufe oft nur wenige Bilder mehr, kostet aber deutlich mehr Geld.

Was sich dagegen fast immer lohnt: eine schnelle SSD und ein ordentliches Netzteil. Beides merkt man jeden Tag, die SSD beim Starten, das Netzteil daran, dass der Rechner leise bleibt und nach Jahren noch stabil läuft.

Wie du es einfach herausfindest

Schau in die Einstellungen deines Monitors oder such nach seinem Modellnamen. Du brauchst zwei Angaben: die Auflösung und die Bildwiederholrate in Hertz. Mit diesen beiden Zahlen können wir dir ziemlich genau sagen, wo bei dir sinnvoll Schluss ist.

Und falls du ohnehin einen neuen Bildschirm planst: Sag es uns dazu. Manchmal ist die ehrlichste Empfehlung, hundert Euro vom Rechner abzuziehen und in den Monitor zu stecken.

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